Bildung

Friedens- und Menschenrechtsbildung

Der Aufbau einer Kultur des Friedens ist die Priorität der UNESCO, die mit der Koordination der Aktivitäten im Rahmen der Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit (2001–2010) betraut wurde.

Anlässlich des Internationalen Jahres für eine Kultur des Friedens (2000) definierten die Vereinten Nationen die Kultur des Friedens (Culture of Peace) als „eine Gesamtheit von Werten, Einstellungen, Verhaltens- und Lebensweisen, die Gewalt ablehnt und Konflikte verhindert, indem sie an deren Wurzeln ansetzt und Probleme durch Dialog und Verständigung unter Individuen, Gruppen und Nationen zu lösen versucht“.

Friedensbildung in diesem Sinne bedeutet, sich mit Modellen der individuellen und gesellschaftlichen Konfliktbewältigung auseinanderzusetzen und sie zur Lösung von Konflikten anzuwenden; es bedeutet, mit den Menschenrechten vertraut zu werden und sich für ihre Umsetzung zu engagieren, sich für Gleichberechtigung und den Abbau sozialer Ungerechtigkeiten einzusetzen, fremde Kulturen kennen zu lernen und in gemeinsamen Projekten zusammenzuarbeiten.

Artikel 26.2. der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte bezeichnet Menschenrechtsbildung als einen integralen Bestandteil der Bildung und somit als ein Menschenrecht an sich. Um die Rechte aller Menschen respektieren zu können, ist das Wissen um Rechte und Freiheiten, über sich selbst und über andere essentiell.

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